Wie du am besten

an deine bisherigen Lauferfolge anschließt

Wer kennt das nicht: die „alte“ persönliche Bestzeit steht da im Raum – und erscheint aus heutiger Sicht schier unerreichbar. Wie hat man es damals nur geschafft – so schnell über diese Distanz? Und wie konnte es nur soweit kommen, dass man die Kondition und Schnelligkeit scheinbar wieder „verloren“ hat? Dabei hat man sich doch damals so sehr geschworen auf diesem top-trainierten Level zu bleiben und weiterhin regelmäßig zu trainieren. Denn: es hat verdammt viel Spaß gemacht sportlich so gut drauf zu sein.

Andere Lebensumstände – ein neuer Job, Umzug, Familiengründung - gesundheitliche Einschränkungen, ein Beinbruch, Ermüdungsbruch, Krankheit oder  einfach ein riesengroßer innerer Schweinehund bringen den gewohnten Trainingsalltag oftmals durcheinander oder machen eine längere Pause notwendig.

Doch irgendwann ist er wieder da: der Wunsch, an die bisherigen Lauferfolge anzuschließen. Wir haben Tipps, mit denen du bald dein persönliches Come-Back feiern wirst.

1) Ursachenforschung

Zu aller Anfang solltest du dir der Ursachen bewusst werden, warum es mit dem regelmäßigen Training nicht (mehr) geklappt hat bzw. warum dein personal best in weite Ferne gerückt ist. Mach dir dabei weder ein schlechtes Gewissen, noch lege dir Ausreden zurecht – es geht einfach darum einen klaren Blick auf den Ist-Zustand zu bekommen.  Ärgere dich nicht über vermeintlich Versäumtes, sondern sieh es als Chance mit dem neu gewonnen Wissen frisch durchzustarten.

2) Wie habe ich es damals geschafft?

Oft hat man einen etwas verklärten Blick auf die Vergangenheit. Man hat das Gefühl, dass damals alles irgendwie „leichter“ ging und sich der Lauferfolg scheinbar fast wie von alleine eingestellt hat. Jetzt gilt es diesem Eindruck Fakten gegenüber zu stellen. Vielleicht hast du Trainingsaufzeichnungen aus den vergangenen Jahren, der letzten Laufsaison, in denen du blättern kannst. Dann wird dir sehr schnell klar – auch damals musstest du für das Erreichen deines Ziels kämpfen und viel investieren. Notiere dir, wie viele Trainingsstunden bzw. –kilometer du in deiner Top-Trainingsphase aufgewendet hast. Diese Info wirst du für deine nächsten Schritte benötigen.

3) Neues Ziel: das alte personal best

Nach dem ersten Reality-Check heißt es jetzt: neue realistische Ziele setzen. Du willst an deine vergangene Top-Form anschließen? – Dann wirst du auch deinen Trainingsumfang bzw. –intensität dementsprechend anpassen müssen. Von nichts kommt nichts. Das mag sehr ernüchternd klingen, aber sieh es positiv: je mehr du investierst, desto besser wirst du. Es liegt ganz in deiner Hand!

Achte bei der Zielsetzung darauf, dass dein Vorhaben ambitioniert und dabei auch realistisch ist. Beispiel: Wenn du 4 wöchentliche Trainingseinheiten benötigst um deine Top-Zeit wieder zu erreichen, du aber beispielsweise aufgrund eines Jobeinstiegs, -umstiegs, oder –aufstiegs ehrlicherweise nicht mehr als 3 wöchentliche Einheiten schaffst, dann wirst du dein Ziel anpassen müssen. ODER: du versuchst deinen Alltag so zu organisieren, dass du in deiner intensiven Trainingsphase eine vierte Einheit integrieren kannst. Sprich dich dabei auch mit deiner Familie, PartnerIn, Kindern, Freunden ab – sie werden sicher Verständnis für dein Vorhaben aufbringen und dich unterstützen.

4) Suche dir UnterstützerInnen

Einmal angekündigt und ausgesprochen kann man es nur schwer zurücknehmen: also erzähle deinen FreundInnen, Familie, KollegInnen von deinem sportlichen Ziel! Sie werden dich in der Trainingszeit unterstützen, dir auch bei Rückschlägen Mut & Motivation zusprechen  und dich im besten Fall am Tag X an der Strecke und im Zieleinlauf anfeuern. Und dann ist dein Lauferfolg nicht mehr nur dein besonderer Moment, sondern wird zu einer schönen gemeinsamen Erinnerung mit deinen Liebsten.

5) Starte jetzt!

Genau heute ist der beste Tag um mit deinem Vorhaben „an die bisherigen Lauferfolge anzuschließen“ zu beginnen. Setze dir dein Ziel und stelle sicher, dass du innerhalb der nächsten 72 Stunden deine Laufschuhe schnürst und deine erste Trainingseinheit absolvierst. Denn erst dann wird es von einem vagen Vorhaben zu einem konkreten Plan.

Denke immer daran: Wenn du es schon einmal geschafft hast, dann kannst du es wieder schaffen!



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