Direkt zum Inhalt

Susi

Laufen ist für mich: Lebenslust – Urlaub – Freude

Susi ist Mutter einer 4-jährigen Tochter, berufstätig und „nebenbei“ erfahrene Läuferin, Triathletin und Lauftrainerin. Sie nutzt Lücken im Alltag für ihr Training: nach dem Kindergarten oder auf dem Weg ins Freibad schnürt sie die Laufschuhe. Die kleine Tochter, die während des Lockdowns Fahrradfahren lernte, wurde so zur Trainerin ihrer Mama, denn Susi lief neben der Kleinen her und absolvierte so ihre tägliche Laufeinheit.

Unser Testimonial Susi

Liebe Susi, wie waren die letzten Wochen und Monate für dich? Wie hast du den Lockdown erlebt?

Die ersten Wochen war ich im Home Office zu Hause mit Kleinkind und Mann. Wir mussten uns in jeder Hinsicht neu orientieren. Meine Trainerin war meine 4-jährige Tochter, die zu dieser Zeit Radfahren gelernt hat. Sie ist ca. 5-6 km lange Strecken gefahren und ich bin daneben her gelaufen. Mein Mann und ich haben uns gegenseitig Zeit freigeschaufelt und haben die Lücken zum Training genützt. Nach 7 Wochen Lockdown war meine Tochter dann wieder in Betreuung. Ich war wieder im Büro und bin nach der Arbeit und vor dem Kindergarten laufen gegangen.

Obwohl mein Ziel im Frühjahr, ein 100 km Marsch, weggefallen ist, habe ich versucht weiterzumachen. Jetzt trainiere ich für den Podersdorfer Triathlon Halbdistanz in 3 Wochen – mal schauen, ob der stattfinden wird.

 

Welche Rolle hat Laufen während der Corona-Pandemie für dich gespielt bzw. spielt es noch heute für dich?

Laufen war vor und während Corona ein wichtiger Bestandteil in meinem Leben. Ich habe eigentlich nie Probleme, mich zu motivieren, weil es meine Zeit ist: da bin ich nicht Mama, sondern Läuferin. Laufen ist ein bisschen wie Kurzurlaub und ist ein Ausgleich – laufen kann man immer.

Laufen ist für mich auch eine Gesundheitsvorsorge – wir werden alle lang arbeiten müssen, es hilft uns auch später noch fit zu sein.

Was hat dir Halt gegeben?

Halt gaben mir mein Mann und meine Tochter. Man kann die Corona-Zeit auch positiv betrachten: ohne Corona hätten wir nie so viel Zeit miteinander verbracht – ganz ohne Spielplatz, ohne Veranstaltungen. Es ist gut zu wissen: man muss nicht ständig irgendwo sein und irgendetwas machen – es funktioniert auch so, alles geht weiter. Also der Lockdown hatte auch positive Seiten.

 

Was hast du vermisst?

Ich habe das Training mit Freunden und auch das gemeinsame Training mit meinem Mann vermisst, weil niemand auf unsere Tochter aufpassen konnte. Auch die Wettkämpfe habe ich vermisst – denn wenn man ein Ziel hat, trainiert man ganz anders. Die Motivation für typische Trainingseinheiten auf Geschwindigkeit und Intervalltraining kommt erst dann, wenn man ein Ziel vor Augen hat, deshalb sind Veranstaltungen so wichtig.

Unser Testimonial Susi läuft

Wenn du uns einen Ratschlag geben könntest, wie man so eine außergewöhnliche Zeit am besten übersteht, welcher wäre das?

Wenn man in einer Beziehung ist oder auch sonst: ansprechen, was man braucht. Ich habe Laufen als Ausgleich gebraucht. Viele haben während des Lockdowns gar nichts gemacht, dann kommt man in einen negativen Strudel. Man muss sich trotzdem Ziele setzen und sein Leben bzw. Training den Gegebenheiten anpassen. Ich bin überzeugt, es gibt immer eine Lösung! Es gab zwar keine gemeinsamen Lauftreffs aber man hat es selber in der Hand. Kein Virus ist schuld, denn es ist die eigene Verantwortung, trotzdem etwas zu machen und laufen zu gehen.

 

Wie schaffst du es, alles unter einen Hut zu bekommen und nebenbei auch noch laufen zu gehen/zu trainieren? Was ist deine (tägliche) Motivation?

Ich bin von Natur aus motiviert und zielstrebig. Ich studiere beispielsweise auch noch nebenbei. Meine Motivation ist das gute Gefühl während und nach dem Laufen. Die Gedanken sprudeln, das Kreative kommt wieder und es fallen einem Lösungen ein.

Wenn man viel zu tun hat, nützt man seine Zeit noch effektiver, weil man keine andere Wahl hat, man kann dann gar nicht stundenlang vorm Fernseher sitzen.

Es hilft auch, Dinge zeitlich miteinander zu verbinden und dadurch etwas Zeit rauszuholen: z.B. wenn wir zum Baden fahren, läuft einer von uns hin und der andere läuft zurück. Also man nutzt die verfügbare Zeit viel mehr!

Meine Motivation ist das gute Gefühl während und nach dem Laufen. Die Gedanken sprudeln, das Kreative kommt wieder und es fallen einem Lösungen ein.

Wann hast du mit dem Laufen angefangen und warum? Gibt es etwas, das du rückblickend anders machen würdest?

Ich habe 2003 angefangen. Damals habe ich in einer Hobbymannschaft Fußball gespielt und war immer die Erste, die ausgewechselt wurde, weil ich nicht gut genug laufen konnte. Das hat mich wahnsinnig geärgert, also habe ich angefangen, laufen zu gehen. Am Anfang bin ich kläglich gescheitert und es war furchtbar.

Dann habe ich ein Einstiegsprogramm gemacht mit Laufen und Gehen und dann hat es auf einmal geklappt. Der Frauenlauf war damals mein erstes Laufevent. Das würde ich jedem empfehlen! Alle fangen viel zu schnell an, aber es ist wichtig langsam zu starten.

Was war dein schönstes Lauf-Erlebnis?

Mein erster Marathon 2009 in Berlin. Den bin ich sehr konservativ und respektvoll angegangen und hatte große Angst vor dem „Mann mit dem Hammer“. Während des Laufs bei Kilometer 35 habe ich mit einigen anderen Frauen spontan eine Laufgruppe gegründet. Wir sind dann die restlichen Kilometer nebeneinander gelaufen und sind alle gemeinsam ins Ziel gelaufen obwohl wir uns davor nicht gekannt haben. Das war ein schönes Erlebnis!

Ein anderes schönes Lauferlebnis war der Österreichische Frauenlauf 2016 – 2,5 Monate nach der Geburt meiner Tochter. Das war einfach nur schön, ich bin gelaufen, ganz egal welche Zeit ich hatte. Da habe ich jeden Kilometer genossen – ein bisschen wie während der Corona-Zeit.

Was ist dein bester Motivationstipp, um ein Training zu starten oder überhaupt mit dem Laufen anzufangen? Was hilft gegen Ausreden?

Ich habe nicht den einen Motivationstipp. Man muss es einfach machen und spüren, was da mit einem passiert beim Laufen. Und die Lorbeeren holt man sich mit dem tollen Gefühl danach ab. Ich kenne niemanden, der eine Laufeinheit bereut hat.

 

Wie motivierst du dich, wenn du schlecht gelaunt bist oder das Wetter schlecht ist?

Das Wetter ist mir komplett egal (außer bei Gewitter). Das Gefühl nach einem Lauf bei Regen oder Kälte, es trotzdem gemacht zu haben, ist grenzgenial. Und das ist die beste Belohnung!

Wenn man schlecht gelaunt ist, sollte man erst recht laufen gehen. Je mieser die Stimmung, desto eher sollte man laufen gehen und desto besser wird meistens die Laufeinheit!

Welche Laufziele hast du dir für die nächste Zeit vorgenommen? Was treibt dich an?

Mein nächstes Ziel ist der Halbdistanz-Triathlon in Podersdorf Anfang September. Ich freue mich schon auf den Genuss, wieder bei einem Bewerb mitzumachen – einfach nur mitmachen und durchkommen.

Als langfristiges Ziel möchte ich 100 km laufen. Letztes Jahr habe ich bei einem 100 km Marsch gestartet, musste aber leider nach 97 km aufhören. Da habe ich also noch eine Rechnung offen. In den nächsten 2-3 Jahren möchte ich das machen.

Und ein schneller 5 km-Lauf steht auch auf meinem Plan!

Beschreibe in 3 Worten, was Laufen für dich ist

Lebenslust – Urlaub – Freude

 

Läufst du lieber am Morgen oder am Abend? Allein oder in Gesellschaft?

Ich bin eine echte Frühaufsteherin, also laufe ich lieber am Morgen.

Ich mag beides gerne – alleine und in Gesellschaft laufen.

Stärke jetzt dein Immunsystem!

laufende Frau vor Brückengeländer

Dein Laufeinstieg

Du fragst dich, warum hunderttausende Menschen auf der ganzen Welt mit Freude laufen? Wir erklären dir, was alles hinter...

>
ASICS Morgensportlerin Herbst Wien

Trainingspläne

Mit unseren Trainingsplänen kannst du das ganze Jahr über trainieren! Egal ob Laufeinsteigerin oder fortgeschrittene Läu...

>
Frauenlauftraining

Standorte

Finde gleich einen Standort an dem momentan das kostenlose Frauenlauftraining angeboten wird. Bitte registriere dich vor...

>