Infos zu Laufschuhen

Man hat so viele Paare Laufschuhe, so oft man in der Woche laufen geht.

Dein Fuß braucht Abwechslung, und das betrifft auch den Laufschuh. Zuallererst gilt es aber, einmal den einen richtigen zu finden. – Für deinen Fuß und für deine geplante Trainingseinheiten. Denn ganz egal ob du „nur“ 5 km in der Woche zurücklegst oder 100 km – an deine Laufschuhe solltest du stets die höchsten Ansprüche stellen.

Die besondere Funktion die Laufschuhe, im Gegensatz zu anderen Sportschuhen, erfüllen ist es den Fuß während der Abroll,- und Abstoßphase zu führen und zu stützen.

Bei der Auswahl des geeigneten Laufschuhs achte auf folgende Dinge:


1 bis 1,5 Schuhnummern größer

Beim Kauf solltest du immer darauf achten, dass du den Laufschuh 1 bis 1,5 Schuhnummern größer kaufst. In der Regel sollte zwischen deiner großen Zehe und dem Schuh ca. eine halbe bis eine Daumenbreite frei sein. Gerade bei langen Läufen werden deine Füße warm und dehnen sich im Schuh aus.  Wenn du dem bereits beim Kauf Rechnung trägst, kannst du lästige Druckstellen und Blasen vermeiden.

 

Auf guten Halt achten

Beachte vor allem bei schmalem Fuß: dein Fuß sollte seitlich den Schuh gut ausfüllen und nicht zu locker sitzen. Nur so kann dir der Schuh genügend Halt bieten.

Prinzipiell wird bei Laufschuhen zwischen stabilen und barfuss-ähnlichen Schuhen, sowie solchen mit neutralem Abrollverhalten unterschieden.


Neutraler Laufschuh

Der neutrale Laufschuh eignet sich für alle Läuferinnen mit einem Normalfuß bzw. mit Normalgewicht, d.h. wenn du beim Laufen neutral abrollst. Hast du eine orthopädische Sporteinlage? Dann ist ebenfalls dieser Schuhtyp für dich richtig. Auch bei einer Unterpronation (hier knickt der Fuß zu wenig ein und das Abrollen erfolgt an der Außenseite des Schuhs) empfiehlt es sich, auf einen neutralen Laufschuh mit guter Dämpfung zurückzugreifen. Grundsätzlich bleibt aber bei guten neutralen Laufschuhen die Dämpfung ohnehin nicht auf der Strecke, sodass dieses Modell für fast alle Laufuntergründe geeignet ist.


Stabiler Laufschuh

Stabile Schuhe können Fußfehlstellungen und Überpronation ausgleichen. Bei einer Überpronation knickt der Fuß beim Aufsetzen zu stark nach innen. Durch die spezielle Stabilisierung (gestärkter Fersenteil und härteres Material auf der Innenseite um so den Mittelfußbereich zu stützen) dieses Laufschuhs, wird der Fuß bei der Abrollbewegung perfekt gestützt. Wenn bei dir also ein Senk- oder

Knicksenkfuß festgestellt wurde, solltest du diesen Schuhtyp wählen.

Auch bei Läuferinnen mit einer etwas kräftigeren Statur empfiehlt sich ein stabiler Laufschuh. Durch die sehr gute Dämpfung kannst du ebenfalls auf fast jedem Laufuntergrund mit diesem Schuh laufen.

 

Hier ein kleiner Selbsttest:

Am besten bittest du eine zweite Person um Unterstützung: Stell' dich barfuß (Fußfessel sichtbar) gerade hin und gehe in die Hocke. Knickt der Fuß dabei nach innen, kannst du davon ausgehen, dass bei dir eine Überpronation der Fall ist. Am besten sieht man dies beim Blick auf die Ferse.


Príklad: Nike Free RN Distance 2

Barfußähnliches Laufen

Bei Laufschuhen die barfußähnliches Laufen simulieren steht die Verbesserung in den Bereichen Balance und Bewegungskontrolle im Vordergrund. Prinzipiell sind solche Laufschuhe nur für Läuferinnen geeignet, die keinerlei Probleme in Form von Fußfehlstellungen (Pronation) oder mit Gelenken haben, denn die Dämpfung ist hier gering. Auch sollten Schuhe für barfußähnliches Laufen nur auf kurzen Strecken (1-2 mal wöchentlich maximal 5 km) oder in Wettbewerben zum Einsatz kommen.


Geländelauf - Trail

Niedrigprofilige Dämpfung und Traktion für ein sicheres Laufgefühl. 

Das Gelände stellt den Grenzbereich zwischen Zivilisation und Wildnis dar. Das verlangt nach einem dafür angepassten Geländelaufschuh.

Das wichtigste Merkmal eines Trailschuhs ist das grobe Profil der Außensohle. Geländelaufschuhe sollten außerdem über sehr flache und flexible Sohlen verfügen, damit die Läuferin den Untergrund spüren kann, nicht umknickt - und so jedes Hindernis meistern kann.


Bahntraining - Spikes

Spikes werden für das Training auf der Bahn und beim Crosslauf verwendet. Es sind in der Leichtathletik übliche Schuhe mit an der Sohle angebrachten Dornen. Durch die Spikes wird sowohl einerseits eine effizientere Kraftübertragung ermöglicht, anderseits wird die Bodenhaftung wesentlich verbessert, was vor allem bei nasser Laufbahn von Vorteil ist.

„Das Laufgefühl beim Training auf der Bahn mit Spikes ist unvergleichlich. Als ich das erste Mal mit den Schuhen gelaufen bin, dachte ich, ich würde fliegen. Die Spikes graben sich in die Bahn, damit ist der Vortrieb einfach enorm, man rutscht keinen Millimeter weg. Enorm war allerdings auch der Muskelkater, den ich nach dem ersten Training hatte. Man sollte sich schrittweise an das Laufen mit Spikes herantasten, da die Fuß- und Wadenmuskulatur und auch die Sehnen und Bänder Zeit brauchen, um sich an die neue Belastung zu gewöhnen. Spikes bieten eine willkommene Abwechslung im Training.“ (Maria Hinnerth)

Mehr Informationen zu verschiedenen Schuhmodellen findest du auf www.wmns.at



< Zurück