Schlaganfall

Jede Minute zählt!

  • Über 20.000 Schlaganfälle jährlich in Österreich
  • Mehr als 5.000 Schlaganfälle in Wien
  • Der Schlaganfall ist die zweithäufigste Todesursache in Österreich

Der Schlaganfall ist eine akute neurologische Erkrankung und die zweithäufigste Todesursache in Österreich. Die Österreichische Schlaganfall-Gesellschaft veranstaltete anlässlich des Weltschlaganfall-Tages am 29.10.2017 den ersten „Fit For Brain Run“!

Fakten zum Schlaganfall

  • Schlaganfall ist weltweit – nach den Infektionserkrankungen – die häufigste Todesursache, noch vor anderen Herz-Kreislauferkrankungen und onkologischen Erkrankungen.
  • Es ist die häufigste Ursache der Invalidität.
  • Ca. 1/3 aller Demenz-Erkrankungen sind auf zerebro-vaskuläre Erkrankungen zurückzuführen und zerebro-vaskuläre Erkrankungen spielen eine wesentliche Rolle für den Zeitpunkt der Manifestation und den Schweregrad bei Alzheimer-Demenz.
  • Schlaganfall ist häufiger als Herzinfarkt.
  • Infolge der Zunahme von Übergewicht, Bewegungsmangel und früh auftretendem Typ II Diabetes besteht eine Zunahme der Inzidenz von Schlaganfällen bei jüngeren Menschen.

Lebensstil-Maßnahmen reduzieren das Schlaganfall-Risiko beträchtlich. Fünf Maßnahmen reduzieren das Risiko um ca. 80%:

1. körperliche Aktivität >30 min/täglich
2. Nikotinkarenz
3. „mediterrane Diät“
4. optimales Gewicht (BMI <25kg/m2)
5. Reduktion des Alkoholkonsum <15g/d.

Die Bedeutung des Laufens in der Schlaganfallvorsorge zeigt auch die National Runners´ and Walkers´ Health Study (Williams 2009, Stroke).

Was passiert bei einem Schlaganfall?

Ursache des Schlaganfalls ist meist der plötzliche Verschluss einer Hirnarterie (85 von 100 betroffenen Personen). Seltener die Blutung aus einer solchen Hirnarterie (15 von 100 Personen). Das Hirngewebe reagiert auf mangelnde Durchblutung zuerst mit Ausfall verschiedener Funktionen wie Bewegung und Sprachvermögen, später kommt es zu einem Zelltod mit irreversiblem Untergang der Nervenzellen und meist bleibender Behinderung des Betroffenen. Das Wiederherstellen einer ausreichenden Durchblutung des Gehirns ist somit oberstes Ziel jeder Schlaganfallakutbehandlung.

Die Warnsignale beachten

Schlaganfall – jede Minute zählt! Je rascher Schlaganfallpatienten in das Krankenhaus und die Stroke Unit eingeliefert werden, umso höher sind die Chancen, mittels Akutbehandlung den Schlaganfall ohne Folgeschäden zu überstehen. Folgende Warnsignale sind daher beispielsweise zur beachten:

  • Plötzliche Lähmung einer Körperseite (Arm, Bein oder auch Gesicht)
  • Plötzliche Gefühlsstörung einer Körperhälfte (Arm, Bein oder Gesicht)
  • Plötzlich gestörtes Sprachverständnis/unverständliche Sprache
  • Plötzliche halbseitige Störung des Gesichtsfeldes
  • Plötzliche halbseitige Störung der Wahrnehmung
  • Plötzlich einsetzender und heftiger Schwindel


Sollten diese Warnsignale beobachtet werden, gilt es unverzüglich die Rettung/den Notarzt zu verständigen, den Betroffenen zu beruhigen, Puls- und Herzschlag zu kontrollieren, den Oberkörper des Patienten hochzulagern bzw. in die stabile Seitenlage zu bringen sowie der Rettung/dem Notarzt beim Eintreffen alle relevanten Informationen (mit Zeitangabe) zu übergeben. Die Rettung/der Notarzt wird erste Maßnahmen ergreifen (u.a. Notfallanamnese, Notfalluntersuchungen, etc.) sowie sofortige telefonische Kontaktaufnahme mit der Stroke Unit, Patientenankündigung und Einlieferung zur nächstgelegenen Stroke Unit. Der Zeitfaktor ist hierbei ausschlaggebend.



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