Seitenstechen

Da startet man total motiviert mit dem Lauftraining und dann das: Seitenstechen. Lästiges, schmerzhaftes Seitenstechen. Gerade Laufanfängerinnen passiert es zu Beginn öfters, aber auch erfahrene Wettkämpferinnen sind nicht davor gefeit. Aber was läuft „falsch“, dass man überhaupt Seitenstechen bekommt, wie vermeidet man es bzw. wie wird man es am schnellsten wieder los?

Warum Seitenstechen?

Seitenstechen kann eine Frage der Haltung, aber auch ein Zeichen der Schwäche sein – vor allem wenn man, gemessen an dem eigenen Fitness-Stand, zu schnell läuft.

Die Experten der SPORTordination erklären: „AnfängerInnen atmen meistens zu flach aus, weil der ganze Oberkörper angespannt ist, die Schultern hochgezogen werden und die Angst vor Seitenstechen zu Seitenstechen führt. Konzentrieren Sie sich also auf das betonte Ausatmen, das Einatmen funktioniert sowieso von alleine.“

 

Daher: Einfach nicht daran denken und am besten beim Laufen mit Freundinnen plaudern. Denn das „Plauder-Tempo“, wenn du beim Laufen noch locker sprechen kannst, ist genau das richtige für den Anfang und bei längeren Laufen.

 

Achte auch auf deine Ernährung vor dem Lauftraining. Das bedeutet, nicht mit vollem Magen trainieren. Ernährungsexpertin Christina Lachkovics-Budschedl: „Ist der Magen gefüllt, muss verdaut werden, ob man will oder nicht, und daher ist die Durchblutung des Magens sowie des gesamten Verdauungskanals erhöht. ABER beim Laufen werden die Beine stark belastet und bekommen „Vorrang“. Daher: die Durchblutung fährt in den Beinen hoch und im Verdauungskanal runter.  Dadurch stagniert der Verdauungsprozess, es kommt womöglich zu Seitenstechen, einem stärkeren Völlegefühl bis hin zu Übelkeit, wodurch das Training nicht nur unangenehm, sondern auch ineffizient wird.“

 

Wie wird man Seitenstechen wieder los?

Ist Seitenstechen doch aufgetreten, dann bei starken Schmerzen einfach eine kurze Gehpause einlegen. Du kannst auch versuchen mit deiner Faust gegen die schmerzende Stelle zu drücken und fest auszuatmen. Aber keine Sorge, meistens gehen die Beschwerden ganz von selbst wieder vorbei.



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