Deine stabile Mitte

Warum jede Läuferin eine stabile Mitte braucht!

Egal ob Läuferin, Nordic Walkerin, Anfängerin oder schnelle Fortgeschrittene – eine stabile, kräftige Körpermitte wirkt sich in jedem Fall positiv auf das Bewegungsverhalten aus. Und dabei muss es eigentlich auch gar nicht immer um den Sport gehen. Auch im täglichen Leben, beim stundenlangen Sitzen im Büro, vor dem Computer, in Meetings usw. ist eine kräftige Mitte hilfreich um uns aufrecht und gesund zu halten.

Viele assoziieren leider mit dem Wort Krafttraining bzw. Kräftigung immer noch „über-muskulöse“ Frauen und Männer, die in Fitnessstudios endlos lang Hanteln heben und Gewichte stemmen.

Doch darum geht es hier nicht. Es geht darum gesund Kraft aus der Mitte zu schöpfen damit der eigene Körper effizient arbeiten und optimal seine „Aufgaben“, im Alltag und beim Laufen, erledigen kann.

Wir haben unsere Frauenlauftrainerin, ausgebildete Athletik-Trainerin, Physiotherapeutin und aktive Läuferin Maria Hinnerth (www.befit-befast.at) gebeten uns Tipps & Infos zum Thema „stabile Mitte“ zu geben.

Was ist eine stabile Mitte?

Als stabile Mitte wird das Zusammenspiel unserer Rumpfmuskulatur bezeichnet, welches uns eine aufrechte Körperhaltung ermöglicht. Die stabile Mitte ist oft auch unter Namen wie „Core Stability“ oder „Power House“ (Pilates) bekannt. Welche Muskeln exakt dazugezählt werden, dabei scheiden sich die Geister. Mit Sicherheit können jedoch die oberflächlichen und tiefen Bauch- und Rückenmuskeln genannt werden, die die Wirbelsäule in ihrer natürlichen Aufrichtung stabilisieren und zielgerichtete Bewegungen erlauben. Zudem hat die Gesäßmuskulatur über die Beckenaufrichtung einen großen Anteil an der Wirbelsäulenhaltung. Aber auch die Beckenbodenmuskulatur und das Zwerchfell sollten nicht unerwähnt bleiben, da deren Aktivierungsfähigkeit die Rumpfstabilität maßgeblich beeinflusst.

Warum brauche ich eine „stabile Mitte“ als Läuferin, Nordic Walkerin?

Das Hauptargument für eine stabile Mitte ist – neben Verletzungsprophylaxe – die Perfektionierung der Lauftechnik:

  • Ein stabiler Rumpf bildet die Basis für eine gute Lauftechnik. Erst eine stabile Körpermitte ermöglicht eine gezielte, effiziente Bewegung von Armen und Beinen und damit eine optimale Kraftübertragung bei jedem einzelnen Laufschritt.
  • Fehlende Stabilität zeigt sich unter anderem in einem vornübergebeugten, hängenden Oberkörper. Diese Körperhaltung führt dazu, dass die Atmung eingeschränkt ist, weil sich der Brustkorb nicht voll entfalten kann.
  • Eine weitere Folge von verminderter Rumpfstabilität zeigt sich in unzureichender Hüftstreckung. Dadurch kommt es zu einer Verkürzung der Schrittlänge, da man die Schwungphase nicht im ganzen Ausmaß nutzen kann.
  • Außerdem sind oft Seitwärtsbewegungen des Oberkörpers während des Laufens zu beobachten. Alle Bewegungen, die beim Laufen oder auch beim Nordic Walking nicht in die Fortbewegungsrichtung ausgerichtet sind verschwenden unnötig Energie.

Wie komme ich zu meiner stabilen Mitte? – 6 Tipps & Übungen für dein Training zu Hause

Wege zur stabilen Mitte gibt es viele. Sei es Yoga, Pilates, Core Trainingseinheiten im Fitnessstudio oder die „klassischen“ Stabilitätsübungen. Doch eines haben sie alle gemeinsam: Nur durch regelmäßiges Praktizieren wird man nachhaltig Erfolge erzielen können. Und auch hier gilt – einmal ist besser als keinmal.

Wir zeigen dir 6 ausgewählte Übungen, um an einer starken Körpermitte zu arbeiten. Dafür werden keinerlei Hilfsmittel benötigt – außer etwas Platz für die Matte.



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