Philosophie Laufen

Laufen ist einfach herrlich. Schuhe anziehen und raus vor die Haustüre. Den Kopf noch voll mit belastenden Gedanken. Was folgt - vollkommen losgelöst, frische Luft einatmen und spüren, wie die verloren gegangene Energie wieder in meinen Körper kommt. Die Gedanken fließen lassen und einfach das LEBEN spüren.

Spüren, dass mein Körper warm wird, meine Muskulatur arbeitet. Schritt für Schritt tauche ich in meine Welt ein. Schon bald gewinne ich Abstand und Überblick. Probleme, die ich mit auf die Laufstrecke genommen habe, verschwinden immer mehr, werden federleicht und manchmal verschwinden sie ganz.

Warum laufen? Was bewirkt laufen?

Aus welchem Grund auch immer du mit dem Laufen begonnen hast – nach ein paar Wochen lässt dich die Sehnsucht nach dem Wohlgefühl nach einem Training immer wieder aufs Neue deine Laufschuhe anziehen und du wirst dir schon bald viele tolle Antworten auf die Frage – Warum ICH laufe – geben können. Auch deinen noch nicht laufenden Kolleginnen, Freundinnen oder Cousinen – wirst du mit Begeisterung erzählen können:

Warum ICH laufe:

ICH laufe fürs Gefühl danach. Sogar am Morgen, wenn es sehr schwer fällt, gibt es ein danach und das ist traumhaft.
ICH laufe für die vielen Ideen, die meinen Kopf durchströmen.
ICH laufe, weil ich gerne esse. Ohne schlechtem Gewissen, ohne Kalorienzählen zu müssen.
ICH laufe, weil mein Gesicht danach strahlt und ich oft einfach danach lächle.
ICH laufe, weil ich gerne meine Muskeln spüre.
ICH laufe, weil ich danach Bäume ausreißen könnte.
ICH laufe für muskulöse Beine und einen festen, schönen Hintern.
ICH laufe wegen der guten Laune danach.
ICH laufe, weil es für mich ein Genuss ist, der Sonne beim Aufgehen entgegen zu laufen, die Schneeflocken in meinem Gesicht zu spüren, die Regentropfen auf meiner Jacke abprallen lassen, mit dem Wind im Rücken fast zu "fliegen" ..... - die Jahreszeiten so zu erleben, wie sie wirklich sind.

Was bewirkt regelmäßiges (3-5-mal pro Woche) Lauftraining?

Laufen beeinflusst nicht nur unsere Physiologie, sondern wirkt sich auch auf unseren "geistigen und seelischen" Haushalt aus.

Die Leistungs- und Erholungsfähigkeit des Körpers und Herz-Kreislaufsystems wird erheblich verbessert.

Denn:
- Das Herzvolumen nimmt zu.
- Der Blutdruck und Ruhepuls sinken.
- Das Herz kann ökonomischer arbeiten.

Laufen hilft das Gewicht zu senken und zu halten.

Laufen ist sehr gut geeignet, das Gewicht zu kontrollieren - es gibt kaum eine Sportart bei der du mehr Kalorien verbrennst.

Dazu die wichtigsten Punkte:
- Laufe regelmäßig (3 mal wöchentlich wären ideal).
- Laufe langsam und locker (aerober Bereich).

Die Durchblutung wird verbessert und die Sauerstoffaufnahme gesteigert.

Erhöhte Blutfette werden gesenkt.

Schlaf- und Verdauungsprobleme werden gelindert.
Die wohltuende Schlafverbesserung tritt aber erst ab der 9. Woche (bei 2-3 mal Lauftraining pro Woche) ein.

Das Immunsystem wird stabilisiert.
Wenn der Stoffwechsel intakt ist, weiß sich der Körper besser zu wehren und ist weniger anfällig für Infektionskrankheiten.
Aber aufgepasst: Zu viel Training kann die Abwehrkräfte schwächen!

Der Muskelapparat wird gestärkt.
Wie geschieht das? Durch das Training nimmt die Blutmenge bis zu 2 Liter zu. Dadurch wird der Organismus besser mit Sauerstoff versorgt. Was wieder zur Folge hat, dass der Körper mehr Kapillaren bildet und dadurch wiederum mehr Sauerstoff und Energie in die Muskelfasern gelangen. Dies ist ein wichtiger Faktor, um der Osteoporose (jede dritte Frau über 50 leidet daran) entgegenzuwirken.

Auswirkung auf Seele und Geist

Langsames Laufen fördert die seelische Ausgeglichenheit.

Denn beim Laufen baut der Körper die Stresshormone Adrenalin und Kortisol ab, und schüttet die Glückshormone Noradrenalin und Dopamin aus - und bei langsamem Traben (mind. 20 Minuten lang) bilden sich auch die berühmten Glückshormone Endorphine.

Laufen bei schönem Wetter verstärkt diesen Effekt: Sonnenlicht fördert die Produktion des Hormons Serotonin und macht uns ausgeglichener!

Wichtig: diese Effekte stellen sich nur bei langsamem Laufen ein, d.h. im aeroben Bereich. Hier steht deinen Muskeln das maximale Maß an Sauerstoff zur Verfügung und die Energie wird aus den Fettreserven gezogen. Läufst du schnell, d.h. im anaeroben Bereich (= wenig bis gar kein Sauerstoff steht Ihren Muskeln zur Verfügung), nimmt sich der Körper die Energie aus dem Kohlenhydratspeicher - danach fühlst du dich nicht entspannt, sondern im Gegenteil: angespannt!

Durch die Hormonausschüttung und das gesteigertes Körpergefühl, das du durch das Laufen gewinnst, lässt sich langfristig auch das eigene Selbstbewusstsein stärken.

Laufen wirkt als Stimmungsaufheller und kann damit auch Depressionen entgegenwirken.
Verantwortlich dafür ist die vermehrte Produktion spezieller Botenstoffe, die im Körper von depressiven Menschen in zu geringer Menge vorhanden sind (Katecholamine). Auch die Ausschüttung von Endorphinen (s.o.) und die stressreduzierende Auswirkung hebt die Laune bzw. hilft depressiven Menschen.

Laufen erhöht die Konzentrationsfähigkeit:
der Körper, und damit auch das Gehirn nehmen beim Laufen auch mehr Sauerstoff auf und diese steigert die eigene Konzentration. Dutzende Studien bestätigen die damit verbundene höhere geistige Leistungsfähigkeit.

Kurz und gut: Du gewinnst mehr Wohlbefinden, Lebensqualität, Stresstoleranz und seelische Ausgeglichenheit. Einfach mehr Fitness für Alltag und Beruf.



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