Erfolgsgeschichte

Die Highlights und Erfolge des Österreichischen Frauenlaufs®

1986: Die Idee Frauenlauf

Vor rund 45 Jahren war es Frauen verboten (!) an Langstreckenläufen teilzunehmen. Argumentiert wurde dies mit einer angeblichen körperlichen Unfähigkeit von Frauen, solch eine Belastung auszuhalten. 1967 schuf die US-Amerikanerin Kathrine Switzer mit ihrem mutigen, „illegalen“ Antritt beim Boston Marathon eine Zäsur: Bilder über den Versuch sie aus dem Rennen zu werfen gingen um die Welt.

Auf Initiative von Fred Lebow, dem Erfinder des New York City Marathons, und Kathrine Switzer, veranstaltete der New York Road Runners Club am 3. Juni 1972 zum ersten Mal den „Crazy Legs Marathon“ (heute New York Mini 10K) – als ersten „women’s only run“.

In Österreich waren laufende Frauen in den 1980er Jahren noch eine Seltenheit. Durch die Betreuung eines Freundes beim Marathon wurde Ilse Dippmann 1986 motiviert, selbst mit dem Laufen zu beginnen. Sie reiste noch im selben Jahr nach New York um dort ihren 1. Marathon zu laufen. Im Central Park bot sich ihr ein Bild, das sie aus Österreich nicht kannte: zahlreiche Frauen, die laufen. Ein Werbeflyer erregte ihre Aufmerksamkeit – jener des „New York Mini 10K“ – des ersten Frauenlaufs der Welt. Mit einer Vision im Gepäck kehrte Ilse Dippmann von ihrer New York-Reise zurück: sie möchte Österreicherinnen zum Laufen motivieren und sie überzeugen, dass Laufen die ideale Sportart für Frauen ist. Gemeinsam mit ihren Freundinnen Elisabeth Brunnhuber, Uschi Huber und Maria Schafler sowie Gerhard Konrath und dem ehemaligen 3.000m-Hindernis-Läufer Wolfgang Konrad, initiierte sie die Realisierung des „Frauenlauf-Projekts“.

1988: Startschuss für die Österreichische Frauenlauf-Bewegung

Unter dem Motto „Von Frauen für Frauen“ realisierte Ilse Dippmann am 12. Juni 1988 den 1. Österreichischen Frauenlauf® im Schlosspark Laxenburg – mit 440 Pionierinnen am Start.

Die Erfolgsgeschichte nahm damit ihren Lauf. Jahr für Jahr begeisterten sich immer mehr Mädchen und Frauen für den Laufsport und die Teilnehmerinnenzahl beim Österreichischen Frauenlauf® stieg kontinuierlich. Im Jahr 1994, bei der 7. Auflage des Österreichischen Frauenlaufs®, waren erstmals mehr als 500 Läuferinnen mit dabei, nur 3 Jahre später – 1997 – konnte die 1.000er Marke überschritten werden. 1998 waren schon mehr als 2.000 Läuferinnen am Start, im Jahr 2000 über 5.000.

1996: Die Frauenlauftreffs ins Leben gerufen

Zur Vorbereitung auf den Österreichischen Frauenlauf® und um Anfängerinnen die ersten Laufschritte zu erleichtern, gründete Ilse Dippmann den 1. Frauenlauftreff im Wiener Prater.

2000: Kinderlauf & Frauen Fun Run

Im Jahr 2000 wurde das Angebot an Läufen erweitert. Der Frauen Fun Run – ursprünglich als Test,- bzw. Vorbereitungslauf 6 Wochen vor dem Österreichischen Frauenlauf gedacht - wurde erstmals veranstaltet. Auch fand am Tag vor dem Frauenlauf der 1. Kinderlauf unter dem Motto „Laufen mit Spaß“ statt.

2001: Internationale 5 km Frauenlaufstrecke

Erstmals in der Geschichte des Frauenlaufes gab es, wie bei internationalen Frauenläufen üblich, eine Distanz über 5km.

2002: Sportehrenzeichen der Stadt Wien

Ilse Dippmann erhielt, im feierlichen Rahmen des Stadtsenatssitzungssaales des Wiener Rathauses, für ihre Verdienste um den Laufsport und speziell um den Frauenlaufsport, von Vizebürgermeisterin Grete Laska, im Namen des Bürgermeisters der Bundeshauptstadt Wien, das Sportehrenzeichen der Stadt Wien verliehen.

2003: Neue, schnelle 10 km Strecke

Mit der wachsenden Teilnehmerinnenzahl, wuchs auch das Angebot des Österreichischen Frauenlaufs®. Erstmals gab es, zusätzlich zur „klassischen“ 5 km – Distanz, eine neue, schnelle 10 km Strecke durch den Wiener Prater. Es nahmen 1.485 Läuferinnen die Möglichkeit, im 10 km Bewerb zu laufen, in Anspruch.

2004: Frauenlauf-Award an Waris Diri

Im Rahmen der Siegerinnenehrung überreichte Organisatorin Ilse Dippmann den neu ins Leben gerufenen 1. Österreichischen Frauenlauf Award an UN Sonderbotschafterin, Top-Model und Bestsellerautorin Waris Dirie.

Beim 17. Österreichischen dm Frauenlauf® nahmen erstmals auch 263 Nordic Walkerinnen teil.

2005: Die magische 10.000er Grenze fällt

Mit 10.105 Teilnehmerinnen wurde beim 18. Österreichischen dm Frauenlauf die magische 10.000-Grenze überschritten. Erstmals fand der Österreichische dm Frauenlauf mit internationalen Spitzenathletinnen statt. Die Siegerin des Elitebewerbs, Sabrina Mockenhaupt aus Deutschland, lief die 5km mit neuem Streckenrekord von 15:42,9.

Die Amerikanerin Kathrine Switzer war in diesem Jahr Preisträgerin des Österreichischen Frauenlauf Awards. Kathrine Switzer gilt weltweit als Pionierin des Frauenlaufsports und Initiatorin des ersten Frauenlaufbewerbes der Welt.

Seit dem Jahr 2005 nutzen zahlreiche Mädchen das Angebot der kostenlosen Lauftrainings mit Mentorinnen. An insgesamt 10 Treffpunkten - erstmals auch in Niederösterreich - wurden erstmals auch speziell Mädchen im Zuge der Girls Running Workouts 8 Wochen lang auf den Österreichischen dm Frauenlauf vorbereitet.

2007: 20 Jahre Österreichischer Frauenlauf & das Jahr der Ehrungen

Das Motto des Jubiläumslaufes lautete: "1 Traum - 20 Jahre - 68.651 Gewinnerinnen". Beim 20. Österreichischen dm Frauenlauf waren 14.603 Frauen und Mädchen am Start.

Auch im Jahr 2007 nahmen wieder mehrere internationale Spitzenathletinnen teil. Sabrina "Mocki" Mockenhaupt (GER) gewann das Duell gegen Vorjahres-Siegerin Krisztina Papp (HUN) klar mit 15:36,6 min und verpasste den Streckenrekord nur knapp um 7 Zehntel Sekunden.

Ein Höhepunkt des 20-Jahr Jubiläums war die Verleihung des Goldenen Verdienstzeichens der Republik Österreich an Ilse Dippmann durch die damalige Frauenministerin Doris Bures.

Im November 2007 erhielt der Österreichische dm Frauenlauf®, vertreten durch die Organisatoren Ilse Dippmann und Andreas Schnabl, im Rahmen der Sport Cristall Gala der Bundes-Sportorganisation und dem Bundeskanzleramt, den Sport Cristall für das Top-Frauen-Power Projekt 2007.

2009: Erstmals vorzeitig ausgebucht

Erstmals in der Frauenlauf-Geschichte mussten die Veranstalter die Anmeldung 2 Tage vor dem offiziellen Anmeldeschluss schließen. Unglaubliche 18.141 Frauen und Mädchen waren dabei, als der Startschuss zur 22. Auflage des Österreichischen dm Frauenlauf fiel. Im Vergleich zum Vorjahr 2008 waren das um fast 2.000 Starterinnen mehr.

Auch das Elite-Athletinnen-Feld war besonders groß - 14 nationale und internationale Spitzenläuferinnen gingen an den Start - eine davon überstrahlte ihre Konkurrenz: Jelena Prokopcuka aus Lettland, zweimalige New York Marathon Siegerin, war eine Klasse für sich und stellte den 3 Jahre alten Streckenrekord mit einem beeindruckenden Finish ein: In einer Zeit von 15:29,4 min siegte sie überlegen vor der Zweitplatzierten - Benita Johnson - aus Australien.

2010: Mehr als 20.000 Läuferinnen am Start

21.121 Frauen und Mädchen aus 71 Nationen folgten dem Motto "Wir sehen uns im Ziel - See you at the finish line" und nahmen am 23. Österreichischen dm Frauenlauf® teil.

15 internationale und nationale Spitzenläuferinnen waren am Start vertreten. Als Siegerin des Elitelaufs ging Irina Mikitenko hervor. Sie lief die 5 km im Wiener Prater in einer Zeit von 15:39,4 min.

Die amerikanische Frauenlauf-Pionierin Kathrine Switzer war nach 2005 und 2006 wieder zu Gast beim Österreichischen dm Frauenlauf® und trug symbolisch die Startnummer 20.000.

2011: Neuer 5 km-Streckenrekord

25.145 Frauen und Mädchen standen am Start des 24. Österreichischen dm Frauenlaufs. Davon absolvierten 20.640 Teilnehmerinnen den 5km Bewerb (17.640 auf der Laufstrecke, 2.990 Nordic Walkerinnen), und 4.505 Läuferinnen liefen den 10km-Bewerb. Damit wurde der Österreichische dm Frauenlauf erneut der größte Frauenlauf Kontinentaleuropas und einer der bedeutendsten Frauenläufe der Welt.

Mit der fantastischen Zeit von 15:27,4 min siegte Ana Dulce Felix im 5km-Elite-Bewerb und stellte so den neuen 5km – Streckenrekord auf.

Erstmals in diesem Jahr dabei waren auch "official observer": VertreterInnen des New York Road Runners Club (Organisatoren des NYC Marathons und des New York Mini 10k, des ersten Frauenlaufs der Welt) und des Schweizer Frauenlaufs waren vorort und beobachten DAS rot-weiß-rote Frauensport-Event.

2012: Das 25-Jahr Jubiläum

Im Jubiläumsjahr 2012 zählte der Österreichische Frauenlauf® in der 25. Auflage einen Teilnehmerinnenrekord. Erstmalig wurde die 30.000er-Marke überschritten: 30.052 Frauen und Mädchen aus über 60 Nationen nahmen im Wiener Prater an den Bewerben über eine Distanz von 5km und 10km teil.

2013: Der Erfolg hält an

Was mit 440 Frauen am Start des 1. Österreichischen Frauenlaufs im Jahr 1988 begann, zählt nun zur Nummer 1 unter den Frauenläufe Europas. Beim 26. Österreichischen Frauenlauf® im Mai 2013 standen 30.100 Mädchen und Frauen am Start! Der Österreichische Frauenlauf ist als fixer Bestandteil und sportliches Highlight zigtausender Frauen und Mädchen aus der LäuferInnenszene nicht mehr wegzudenken.

2014: Frauenlauf-Award an Renate Kaufmann & Patenschaft für Geparden

31.020 Mädchen und Frauen aus 88 Nationen standen beim 27. Österreichischen Frauenlauf® im Mai 2014 - der Nummer 1 der Frauenläufe Europas - am Start. Ganz nach dem diesjährigen Motto „Vielfalt der Motivationen“ schrieb jede der über 31.000 Mädchen und Frauen ihre ganz persönliche Erfolgsgeschichte.

Ana Dulce Félix (POR) holte sich den Sieg mit einer Zeit von 15:41,0 min über 5km, gefolgt von der Portugiesin Sara Moreira in 15:49,6 min. Den dritten Platz erkämpfte sich Sabrina Mockenhaupt (GER) mit 16:08,6 min. Schnellste Österreicherin wurde Anita Baierl mit Platz 7 und einer Zeit von 17:02,8 min.

Frauenlauf-Award an Renate Kaufmann

In diesem Jahr wurde wieder ein Frauenlauf-Award, für besonderen Einsatz & Engagement für Frauen, verliehen. Den Award erhielt Renate Kaufmann, ehemalige Bezirksvorsteherin des 6. Wiener Gemeindebezirks. Sie hat in ihrer mehr als zehnjährigen Funktion als Bezirksvorsteherin den Mariahilfer Frauen ermöglicht beim Österreichischen Frauenlauf® teilzunehmen, indem sie jährlich das Startgeld inklusive Miete für den Zeitnehmungschip für die Läuferinnen aus dem Bezirk übernommen hat. Viele Mariahilferinnen hat Renate Kaufmann somit erst dazu gebracht mit dem Laufen zu beginnen und beim Österreichischen Frauenlauf® zu starten.

Schnelligkeit im Fokus: Patenschaft für neugeborene Geparden im Tiergarten Schönbrunn

Das jährlich neu gesetzte Motto des Österreichischen Frauenlaufs wird jedes Jahr auch im Shirt-Design kreativ umgesetzt. Dieses Mal durch die Fellzeichnung eines Geparden, des schnellsten Landsäugetieres der Welt. Es unterstreicht als selbstbewusstes Statement die Sportlichkeit und Schnelligkeit der Teilnehmerinnen und symbolisiert mit den unterschiedlichsten Zeichnungen die Vielfalt der Motivationen.

Durch Zufall wurden zeitgleich mit der Vorstellung des Shirt-Designs Geparden-Drillinge im Tiergarten Schönbrunn geboren. Der letzte Nachwuchs dieser bedrohten Tierart im Tiergarten Schönbrunn lag bereits 13 Jahre zurück und ist in Summe der dritte Geparden-Zuchterfolg. Der Österreichische Frauenlauf nahm diese glückliche Fügung zum Anlass und hat die Patenschaft eines Gepardenjungen im Tiergarten Schönbrunn übernommen.

2015: Run the City - mehr als 33.000 Starterinnen

33.139 Starterinnen aus 90 Nationen – ein neuer Rekord beim 28. Österreichischen Frauenlauf 2015!
Ganz nach dem diesjährigen Motto Run the City war die ganze Stadt und vor allem der Wiener Prater von den Teilnehmerinnen, tausenden ZuschauerInnen und begeisterten Fans geprägt.

Jessica O’Connell (CAN) holte sich den Sieg mit einer Zeit von 15:32,8 min im 5km Elite-Bewerb, gefolgt von Viola Jelagat (KEN) mit 15:40,4 min. Den sensationellen dritten Platz erreichte Jennifer Wenth (AUT) in 15:45,5 min. Die Vorjahressiegerin Ana Dulce Félix aus Portugal lief mit einer Zeit von 15:50,5 min als vierte ins Ziel.

 

Run the City

Der Österreichische Frauenlauf ist ein Lauf, der bewegt. So viele Frauen und Mädchen, die heute im öffentlichen Raum laufend, walkend, trainierend zu sehen sind, gab es noch nie. Aus diesem Grund wurde Run the City als das Motto 2015 gewählt. Bereits im Frühjahr wurden unter diesem Motto special events für Läuferinnen organisiert - ein Morning Run im März sowie ein eigenes Bootcamp im April.

 

10k Challenge

Zusammen mit der SPORTordination wurde bereits das zweite Mal das Spezial-Programm „10k Challenge“ gestartet, um talentierte Läuferinnen durch eine gemeinsame Vorbereitung, spezielles Training und professionelle Betreuung auf ihrem Weg zum Saisonhighlight Österreichischer Frauenlauf® zu begleiten. Ziel war es, die 10km unter 40 Minuten zu laufen. Mehr zur 10k Challenge gibt es HIER.



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